Falknerei oder Beizjagd bedeutet die Jagd mit einem abgetragenen Greifvogel auf frei lebendes Wild. Der Falkner verzichtet auf Waffen.  Er  nutzt die naturgegebenen Kräfte des „Jagdteams“  und so erhält das Wild alle Chancen, seinem natürlichen Feind zu entkommen. Die Beizjagd ist dadurch eine besonders ökologische Jagdform.  Sie ist selektiv und lautlos („stille Jagd“).  Diese Jagdform ist auch ungefährlich für Mensch und Natur. Durch die Beizjagd kann es weder kurz- noch langfristig zu einem Rückgang der biologischen Vielfalt kommen. Voraussetzung der erfolgreichen Beizjagd ist das harmonische Zusammenspiel von Beizvogel, Falkner, Jagdhund und gegebenenfalls Jagdfrettchen. Der Jagdhund sucht das Wild, stöbert und steht vor. Der Falkner bringt den Beizvogel in eine günstige Jagdposition und den weiteren Verlauf  bestimmen dann Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer  des Greifvogels und des Wildes.


Die Anfänge der Falknerei reichen zurück in das 2. Jahrtausend v. Chr.. Es waren nomadisch lebende Reitervölker, die die erste Beizjagd ausübten. Nach Europa gelangte die Falknerei mit der Völkerwanderung. Sie entwickelte sich zu einem Standessymbol von Adel und Klerus. Am kulturellen Aufschwung der Falknerei hatte Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen (1220-1250) einen hohen Anteil. Er schrieb das noch heute aktuelle Werk „Über die Kunst mit Vögeln zu jagen“ (De arte venandi cum avibus).

Wir, Günter und Petra Köppe, sind Mitglieder im Deutschen Falkenorden (DFO) Bund für Falknerei, Greifvogelschutz und Greifvogelkunde e.V., Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Der DFO ist der weltweit älteste Falknerverband. Weitere Informationen können Sie auf der folgenden Internetseite erhalten: http://d-f-o.de/